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- Mobilität für alle
Am ersten Dezemberwochenende 2024 hatte ich die großartige Gelegenheit, einen Workshop für die Stipendiat*innen der Roland Berger Stiftung zum Thema "Rethink Mobility. Verkehr und Mobilitätswende " zu gestalten. Die Stiftung engagiert sich mit Herzblut für mehr Bildungsgerechtigkeit und unterstützt Schüler*innen, deren Familien sie aus den verschiedensten Gründen nicht so fördern können, wie ihr Talent es verdient. In meinem dreitägigen Workshop haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie gleichberechtigte Teilhabe in der Mobilität aussehen kann. Ein Highlight war dabei die Stadtrallye durch Hamburg, bei der wir nicht nur die Vielfalt der Verkehrsmittel erlebten und die Stadt aus verschiedenen Perspektiven kennenlernten, sondern auch kritisch hinterfragten: 👉 Wer ist wie unterwegs? 👉 Wie barrierefrei und übersichtlich ist der ÖPNV? 👉 Und wie fühlt es sich an, wenn man im Selbstversuch blind unterwegs ist? Auch die Auswirkungen unserer Mobilität auf unser Miteinander standen auf dem Programm: Gemeinsam diskutierten wir, wie Städte ihre Mobilität anders organisieren können – von Kopenhagen ließen wir uns besonders inspirieren, das mit Abstand unsere interne Abstimmung gewonnen hat! 🚴♀️😊 Ein spannender Diskussionspunkt war zudem die Frage, ob der Ausbau von Autobahnen tatsächlich zu einer gerechteren Mobilität beiträgt – angelehnt an den Bundesverkehrswegeplan . In einer Rollendiskussion versetzten sich die Stipendiatinnen in die Perspektiven verschiedener Akteurinnen wie Umweltschützerinnen, Pendlerinnen oder Politikerinnen. Dabei entstand eine lebhafte und differenzierte Debatte darüber, ob und wie der Ausbau von Infrastruktur soziale und ökologische Ziele miteinander in Einklang bringen kann. Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement die Jugendlichen argumentierten! 🚧🌱 Mein herzliches Dankeschön geht für die tolle Organisation an die Roland Berger Stiftung, insbesondere an Julia Saßmannshausen , Matthias Endlich für die Fotos und vor allem an die engagierten und inspirierenden Stipendiat*innen – eure Perspektiven und Engagement haben den Workshop zu etwas Besonderem gemacht! 💡🚀 🚶♂️🚲🚌
- Was machst du eigentlich in einem „Mobilitätsworkshop“?
Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, wenn ich von meiner Arbeit erzähle. Nun möchte ich mal einen kleinen Einblick geben: Ich rufe beispielsweise den Wettbewerb um „die schönste Stadt“ aus – natürlich unter dem Aspekt der inklusiven, nachhaltigen Verkehrsplanung. So beschäftigen sich die Teilnehmer*innen in Kleingruppen mit den Verkehrskonzepten von beispielsweise Paris, Barcelona, Pontevedra oder Kopenhagen. Nach einer Recherchephase werden die Ergebnisse der ganzen Gruppe präsentiert. Am Ende wird überlegt, welches Konzept besonders gut auf die eigene Stadt übertragbar ist – oder wo die nächste Urlaubsreise hingehen soll. 😊 Gestern haben sich übrigens Paris und Barcelona ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Titel geliefert 😉 Auch mache ich gern ein Spiel: Jede*r bekommt eine Rollenkarte und muss sich beispielsweise in eine Person hineinversetzen, die im Rollstuhl sitzt, 89 Jahre alt ist, ein Kind im Alter von fünf Jahren, ein Pendler*in auf dem Lande etc. Dann stelle ich Fragen zur Mobilität, etwa „Ich kann problemlos allein mit dem Bus fahren…“. Nur wer die Frage mit „Ja“ beantworten kann, darf einen Schritt nach vorn gehen. Am Ende werden die Rollen aufgelöst und das Staunen über die vielen Schwierigkeiten, mit denen Menschen in ihrem Alltag zu kämpfen haben, ist zumeist groß. Damit sensibilisiere ich spielerisch junge Menschen für die Notwendigkeit eines barrierefreien, inklusiven Mobilitätsnagebots. Mein letzter Workshop hat also wieder viel Spaß gemacht – auch wenn mir vor Augen geführt wurde, wie wenig (politisches) Grundverständnis viele junge FSJ-ler*innen mitbringen („Was sind Subventionen?“ „Was sind Emissionen?“ „Wer ist die FDP?“). Mein Fazit: Es darf noch viel Aufklärungsarbeit im Sinne der Verkehrswende geleistet werden – schließlich sollen ALLE mitgenommen werden! 😊 Frage: Welche Stadt verdient deiner Meinung nach den Titel?
- Kindermobilität - ein Schlüssel zur Mobilitätswende
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, auf dem IPU-Kongress (Initiative Psychologie im Umweltschutz) einen Workshop zum Thema Kindermobilität zu geben – ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt. Mein Fokus lag auf den entwicklungspsychologischen Aspekten und ihren Auswirkungen auf das Verhalten von Kindern im Straßenverkehr. Dabei habe ich einige spannende (und oft unterschätzte) Fakten geteilt: 👀 Eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen : Kinder unter 5 Jahren können oft nicht unterscheiden, ob Fahrzeuge stehen oder sich bewegen. Erst mit 10–12 Jahren können Kinder die Geschwindigkeit von Autos realistisch einschätzen. Das Gesichtsfeld von Kindern ist deutlich eingeschränkter als das von Erwachsenen und entwickelt sich erst in der Pubertät vollständig. 👂 Hörwahrnehmung : Erst ab etwa 6 Jahren können Kinder korrekt lokalisieren, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. 🏃 Reaktionsfähigkeit : Wenn Kinder abrupt stoppen sollen, reagieren sie bis zu einem Alter von 10 Jahren mit einer Verzögerung von ca. 1,8 Metern – ein Sicherheitsrisiko, das in der Planung oft nicht berücksichtigt wird. (Kleine) Kinder sind nicht Multitaskingfähig, sie können sich also nicht gleichzeitig auf den Ball und das heranfahrende Fahrzeug fokussieren… Das bedeutet: Kinder werden oft dazu angehalten, sich im Straßenverkehr „sicher“ zu verhalten – obwohl sie entwicklungsbedingt noch gar nicht dazu in der Lage sind! Eine Mobilitätsplanung aus der Perspektive von Kindern erfordert deshalb Barrierefreiheit : Inklusive Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Berücksichtigung aller Körpergrößen : Für übersichtliche Verkehrssituationen, die auch Kindern Sicherheit bieten. Fehlertolerante Verkehrsgestaltung : Breite Fuß- und Radwege abseits der Fahrbahn, damit kleine „Schlenker“ und Unaufmerksamkeiten keine Gefahr bedeuten. Die konsequente Perspektivübernahme bietet die Chance, das Recht auf Mobilität für alle umzusetzen, schließlich profitieren auch unsichere, ältere und behinderte Menschen von der Planungsperspektive. Damit liefert „Kindermobilität“ das politische Rüstzeug für eine echte Mobilitätswende. Schließlich sehe ich in der Thematisierung die Chance, neue Impulse für die kontrovers geführte Diskussion um mehr/weniger Autos zu setzen: Wer will schon gegen sichere und kinderfreundliche Straßen argumentieren? 🚸 Ich finde, Kindermobilität sollte kein Nischenthema bleiben! Wie siehst du das? Welche Maßnahmen sind aus deiner Sicht essenziell, um die Mobilität für die jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen zu verbessern? Ich freue mich auf deine Gedanken!
- Umwege und Sackgassen: Rollstuhlselbsterfahrung in Hamburg
Eine Treppe und Baustelle sorgen dafür, dass ich mit dem Rolli „steckenbleibe“. Mist, meine Begleiter*innen und ich hatten in Erinnerung, dass wir durchkommen. Plötzlich ist da eine Baustelle und Schilder, die frühzeitig darauf hinweisen, dass es nur mit gesunden Beinen und Füßen weitergeht, gibt es nicht. So stecken wir fest und müssen uns auf einen relativ weiten Rückweg machen. Auch schwere Türen, die S-Bahn und viele Wege abseits von Hauptstraßen fallen in unserem Praxistest durch, sprich, wir können sie kaum nutzen und sind ständig auf Hilfe anderer angewiesen. Das Busfahren hingegen verläuft dank freundlicher Busfahrer*innen erstaunlich gut. In meinem Seminar zum Thema Mobilitätswende ging es nach einem Tag der Themenaneignung darum, in der Praxis den eigenen Horizont zu erweitern und sich einen Vormittag lang im Rollstuhl fortzubewegen. Niemand von uns kann nun nachfühlen, was es bedeutet, tagtäglich auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Jedoch hat dieser Ausflug den Teilnehmenden - und mir selbst - einen Perspektivwechsel ermöglicht, der eindrücklich gezeigt hat: Es ist ein noch ein weiter Weg bis zur inklusiven Stadt, in der ALLE gleichermaßen mitgedacht werden! - Welche Mobilitätserfahrung hat deinen Horizont erweitert? - Stelle dir vor, es wären praxisorientierte Selbsterfahrungen für Planer*innen und Verkehrspolitiker*innen obligatorisch um den Perspektivwechsel zu erfahren. Wie würden unsere Städte dann wohl aussehen?
- Konfliktprävention für Schulbegleiter*innen – eine dringende Aufgabe für Schulen
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, einen Workshop zum Thema Konfliktprävention für Schulhelfer*innen zu leiten . Mein ursprüngliches Ziel war es, den Teilnehmer * innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Konflikte besser zu verstehen: Wie reagiere ich selbst in Konfliktsituationen? Wie verhält sich das Kind, das ich betreue? Welche Dynamiken entstehen zwischen uns, und wie können wir eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen? Der Workshop bot viel Raum für Fragen, und genau dieser Raum wurde intensiv genutzt – allerdings in einer Weise, die mich ehrlich überrascht hat. Die Gespräche drehten sich plötzlich nicht mehr nur um das Zusammenspiel zwischen Schulbegleiter*in und Kind, sondern um gravierende Konflikte, die auf dem Schulhof zwischen anderen Schüler*innen entstehen. Dabei ging es um Situationen, in denen Schulbegleiter*innen ohne weitere Unterstützung allein gelassen werden – manchmal junge Menschen, kaum älter als 16, die plötzlich eine Schlägerei schlichten sollen. Eine der dringlichsten Fragen war: „Darf ich laut werden?“ Die Antwort: Ja, in einer solchen Situation ist es nicht nur erlaubt, sondern notwendig, eine klare, deutliche Haltung einzunehmen – verbal und körperlich. Es geht darum, berechtigte Interessen wie die körperliche Unversehrtheit aller Beteiligten zu schützen. Doch das Problem liegt tiefer: Warum müssen Schulbegleiter*innen, die weder dafür ausgebildet noch eingestellt wurden, solche Aufgaben übernehmen? Dieser Perspektivwechsel hat mich nachdenklich gemacht. Es zeigt, dass an vielen Schulen ein fundiertes Konfliktkonzept fehlt – und dass junge Schulhelfer*innen oft überfordert und allein gelassen werden. Statt ausreichender Unterstützung und Prävention wird an den falschen Stellen gespart. Am Ende leiden sowohl die Kinder als auch die Schulbegleiter*innen. Mein Fazit: Das Thema Konfliktprävention darf kein Randthema bleiben! Schulen, Träger und die Politik müssen handeln, um Strukturen zu schaffen, die allen gerecht werden. Ich bin dankbar für die Offenheit der Teilnehmer*innen, die mich auf diese Herausforderungen aufmerksam gemacht haben – und werde das Thema in Zukunft noch gezielter in meine Arbeit integrieren.
- Wann ist es Zeit, aus dem Wasser zu springen?
Ein oft zitierter Vergleich zeigt, wie wir in Konflikten manchmal unsere eigenen Grenzen übergehen: Frösche springen angeblich sofort aus heißem Wasser, aber wenn man das Wasser langsam erhitzt, bleiben sie sitzen und bemerken die Gefahr erst, wenn es zu spät ist.* Ebenso geht es Menschen, die sich lange an einer Sache oder Person stören und Kompromisse suchen, die nie wirklich eingegangen werden. Sie halten Konflikte aus, passen sich an und stehen nicht ganz zu sich selbst. Sie bleiben wie die Frösche im warmen Wasser – und erkennen nicht, wann sie abspringen sollten, bevor es unerträglich wird. Einigen von ihnen bin ich in letzter Zeit begegnet und ich wurde immer wieder gefragt: „Wie erkenne ich, wann ich abspringen muss?“ Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Jedoch denke ich, es ist wichtig, die eigenen roten Linien zu kennen und diese klar zu kommunizieren. Sei es in Partnerschaften, in der Kindererziehung oder in beruflichen Settings. Das schafft Klarheit für sich und andere und bewahrt einen selbst davor, im heißen Wasser zu leiden. Denn je höher der Leidensdruck, umso geringer wird die Chance auf eine gütliche Einigung. Zur Dynamik von nachgebenden und dominanten Konflikttyp Dabei ist mir aufgefallen, dass die Konstellation langwieriger und schwieriger Situationen begünstigt wird durch das Aufeinandertreffen zweier Konflikttypen (insg. gibt es nach dem Thomas-Kilmann-Modell Fünf – dazu an andere Stelle gern mal mehr 😉): Dem dominanten und dem entgegenkommenden/nachgebenden Konflikttyp. Zugespitzt zeichnet den dominanten Konflikttyp ein hohes Durchsetzungsvermögen aus und das unnachgiebige Einsetzen für die eigene Sache. Sein Kooperationswillen ist gering. Der Entgegenkommende hingegen ist hochgradig kooperationsbereit und stellt dabei die eigenen Interessen in den Hintergrund. In dieser Konstellation werden zwar immer wieder Kompromisse gefunden, doch der entgegenkommende Typ fühlt sich über kurz oder lang übergangen und hat den Eindruck, dass die eigenen Interessen kaum einen Platz finden. Diese Person fühlt sich mit der Zeit dann buchstäblich wie der Frosch im heißen Wasser und fragt sich, wie er dort hineingeraten ist. Solch eine Konstellation kann sehr lange und mit hohem Leidensdruck halten. Möglich ist auch, dass solch Beziehungen mit einem „lauten Knall“ enden – irgendwann (nach einer gefühlten langen Leidensgeschichte) bringt der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen und der sonst so nachgiebigen Person wird es zu bunt: Sie geht. Oft mit einem Gefühl des Scheiterns verbunden, da die erwünschten Kompromisse nicht gefunden wurden. Zugleich wird dieser Schritt als die letzte Option angesehen – und als Befreiungsschlag erlebt. Das Ampel-Aus als Beispiel einer schwierigen Konfliktkonstellation Vielleicht ist das aktuell bekannteste Beispiel einer solchen Konstellation Bundeskanzler Scholz und sein ehemaliger Finanzminister Lindner. Demnach hat unsere Bundesregierung in der letzten Woche einen ähnlichen "Absprung" gewagt. Viele atmen auf, dass nun das Kapitel mit Herrn Lindner endet – ein Schritt, der für Viele längst überfällig war. Scholz: nachgebender Typ Denn schaut man sich die Stellungnahme von Scholz zur Entlassung Herrn Lindners an, wird deutlich, dass seinerseits schon lange sämtliche rote Linien überschritten wurden, die er bis dato geduldet hat. Er wirkt betroffen, wenn er Aussagen trifft wie - „Immer wieder habe ich in den vergangenen drei Jahren Vorschläge gemacht, wie eine Koalition aus drei unterschiedlichen Parteien zu guten Kompromissen kommen kann. Das war oft schwer. Das ging mitunter hart an die Grenze auch meiner politischen Überzeugung.“ - „zu oft wurden die nötigen Kompromisse übertönt durch (…) laute, ideologische Forderungen.“ - „zu oft hat Bundesminister Lindner Gesetze fachfremd blockiert“ - „zu oft hat er mein Vertrauen gebrochen“ (siehe ARD Mediathek „Scholz zu Ampel-Aus“ am 06.11.2014). Offensichtlich sind seine Kompromissbereitschaft und das Zurückstecken eigener Überzeugungen zugunsten einer funktionierenden Regierung erschöpft. [1] Blicke ich auf diese Situation mit einem Fokus auf die Konflikttypen, dann befreit sich Scholz aus der Position des nachgebenden Konflikttyps, indem er das Konfliktverhalten seines Gegenspielers, dem dominanten Konflikttyp, übernimmt. Das bedeutet: er steht kompromisslos zu seinen eigenen Interessen und entlässt Herrn Lindner. Es bleibt noch die Frage offen, weshalb ich Lindner dem dominaten Konflikttyp zuordne. Lindner: dominanter Typ Ich kenne die beiden Politiker natürlich nicht persönlich, daher beziehe mich zur Einschätzung der Situation auf politischen Journalismus. In diesem Fall zitiere ich Herrn Marcel Fratzscher, Präsident Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Er spricht in der Tagesschau am 7.11. von einer „notwendigen Entscheidung“ die seitens Herrn Scholz getroffen wurde und erklärt die Ansichten und Positionierungen von Herrn Lindner als „weltfremd“. Weiter führt er aus: „…insbesondere (hat) der Bundesfinanzminister in seinem Handeln häufig nicht ökonomisch, nicht inhaltlich, nicht argumentiert, was ist im Wohle der Menschen, was braucht die Wirtschaft. Sondern dass es um Dogma ging, um Ideologie und letztlich ein langgezogener Wahlkampf. Man hatte das Gefühl, es geht eigentlich nur darum, möglichst viele Stimmen bei der nächsten Wahl zu bekommen. Und wenn eine Bundesregierung so handelt, oder auch nur einzelne Parteien einer Bundesregierung so handeln, dann ist es gut, dass es Neuwahlen gibt (…).“ Dieser Aussage nach ging es Herrn Lindner tatsächlicher nicht um inhaltliche Kompromisse im Wohle des Landes, sondern zuerst um die parteipolitische Positionierung der FDP. Mehr als Konflikttypen Das Ende der Koalition kann politisch vielfach interpretiert werden. Poltische Taktiererei und Positionierung in Bezug auf die nächste Wahl beeinflussen ganz gewiss maßgeblich das Verhandlungsgebaren. Es ging hier ganz gewiss um mehr als zwei aufeinandertreffende Konflikttypen. Jedoch finde ich diesen Aspekt in dem Ampel-Aus wieder. Und noch eine gewonnene Erkenntnis aus meiner Mendiationsausbildung erkenne ich wieder: Warum ein Ende nicht unbedingt Scheitern ist Ein Abbruch oder das Ende einer Zusammenarbeit ist nicht automatisch ein Scheitern. Man hat nicht versagt, nur weil der Kompromiss unerreichbar blieb. Vielmehr geht es darum, zu erkennen, wann ein Konflikt unlösbar ist – und wann der Absprung der einzige Weg ist, bevor man selbst "verbrennt". Ein langsames Dahinsiechen bringt uns nicht weiter. Ein Ende mit Klarheit dagegen oft umso mehr. Zum Schluss: Warum diese Perspektive lohnt Wie bereits geschrieben, ist die Interpretation des Ampel-Aus mit der „Konflikttypbrille“ nicht erschöpfend. Aber sie verdeutlicht meines Erachtens gut, wie sich Dynamiken unter einer solchen Konstellation entwickeln können. Daher halte ich das Wissen um Verhandlungs- und Konflikttypen für alltagstauglich und sinnvoll. Es lohnt sich, sich selbst zu erkennen: Welcher Typ bin ich? Wie tickt mein Gegenüber? Was brauche ich, um aus meiner Komfortzone herauszutreten, um andere Lösungen herbeizuführen und um so langwierige, schmerzhafte Situationen zu beenden? Denn niemand sollte als Frosch im heißen Wasser siechen! wissenschaftlich nicht bewiesen - aber ein veranschaulichendes Bild. [1] Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle, dass natürlich nicht zu unterschätzen ist, dass die Ampel-Koalition in einer Dauerkrise steckte und ihr Aus zugleich für die eigene Positionierung des nächsten Wahlkampfes genutzt wird. In dieser Situation inszeniert sich jede Partei gern als kompromissbereit – im Gegensatz zum Gegenspieler.
- Hallo und herzlich willkommen!
Ich bin Ronja – Mama, Selbständige und leidenschaftliche Unterstützerin von Veränderungsprozessen. Meine Arbeit umfasst Coaching, Mediation, Sensibilisierung, Moderation und Schulung, besonders in den Bereichen Mediation und Mobilitätswende. Warum ich das tue? Weil ich fest davon überzeugt bin, dass es so, wie es derzeit läuft, nicht weitergehen kann. Es gibt so vieles, was sich ändern muss – global und persönlich. Wir stecken weltweit mitten in der Klimakrise, aber auch im Alltag spüre ich oft die Dringlichkeit von Veränderung. Wenn ich beispielsweise mit meiner Tochter unterwegs bin, habe ich regelmäßig Angst um ihre Sicherheit im Straßenverkehr. Unsere Städte sind noch immer nicht auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern ausgelegt und weit weg von der angestrebten Klimaneutralität. Das zeigt mir immer wieder, dass die Mobilitätswende kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit. Auch persönlich habe ich viel hinterfragt. Vor allem wir Frauen und Mütter geraten oft in ein ungesundes Hamsterrad aus Stress und Überforderung. Wir jonglieren oft zwischen Kind und Beruf, reißen uns auf, um allen gerecht zu werden, und vergessen dabei oft uns selbst. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut – und habe mich bewusst dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen: Durch die Aufgabe meiner Tätigkeit im Projektmanagement und die Hinwendung zur selbstbestimmten Arbeit habe ich begonnen, neue Freiräume zu schaffen. Diese Freiräume haben mein Leben verändert, und ich freue mich, sie mit anderen teilen zu dürfen. Es liegt mir am Herzen, andere dazu zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden, Veränderungen anzugehen – auch wenn sie anfangs schmerzhaft sein mögen. Ich glaube fest daran, dass wir zufriedener werden können, indem wir mutig in die Veränderung gehen. Wenn wir zufrieden sind, hat das nicht nur positive Auswirkungen auf uns selbst, sondern auch auf unsere Mitmenschen – und besonders auf unsere Kinder. Denn glückliche, ausgeglichene Eltern ziehen glückliche, ausgeglichene Kinder groß. Auch sorgt unsere Zufridenheit dafür, dass wir weniger durch "Frusteinkäufe" und Staussymbole kompensieren müssen, was auch der Umwelt hilft ... ;) In diesem Blog möchte ich Dich auf meinem Weg mitnehmen, inspirieren und ermutigen, Deine eigenen Schritte zu gehen. Veränderung ist möglich – und sie beginnt bei uns selbst. Ich freue mich auf deine Kommentare! :) Herzliche Grüße Ronja








